Taijquan (auch "Tai Chi" oder "Tai Chi Quan" geschrieben) ist eine chinesische Kampfkunst, welche auf denselben inneren Prinzipien basiert wie das, was wir heute Qigong (sprich "Tschi-Gung") nennen. Es ist die Verbindung von Kampftechniken und Methoden der ganzheitlichen Gesundheitspflege und zählt heute zu den so genannten "inneren Kampfkünsten" (chin. neijiaquan).
Taijiquan (Tai Chi Quan) ist eine geschickte Verbindung von Kampfkunst und Gesundheitsübungen aus dem Bereich des Qigong. Wir lernen eine Art der körperlichen und mentalen Ausrichtung kennen, mit welcher wir Verschleiß und Erschöpfung vermeiden und einen entspannten, natürlichen Grundzustand wiederherstellen und bewahren können.
Die Kampfkunst Taijiquan (Tai Chi) ist weltweit vor allem als Übungssystem zur Gesundheitspflege bekannt geworden. Die inneren Kampfkünste im allgemeinen eigenen sich hervorragend zur aktiven Gesundheitspfege im ganzheitlichen Sinn.
Unter den heute bekannten Stilen des Taijiquan ist der Chenstil der ursprünglichste. Yang Luchan war der erste außerhalb der Chen-Familie, der Mitte des 19. Jhd in Chenjiagou von Chen Changxing unterwiesen wurde. Er erlangte eine hohe Verwirklichung und begründete später den nach ihm benannten Yang-Stil, der noch vor dem Chen-Stil weltweit bekannt wurde.
Wie auch andere innere Kampfkünste, etwa das Yiquan oder das Baguazhang, so bedient sich das Taijiquan in seiner Methodik energetischer Übungen und kann somit als eine spezielle Form von Qigong (Energiearbeit) bezeichnet werden.
In alter Zeit wurde das ursprüngliche Taijiquan der Chen-Familie hinter verschlossenen Türen trainiert. Chen Wangting war ein General, der sich im 17.Jhd in dem Dorf Chenjiagou in der Provinz Henan, unweit des Shaolin-Klosters entfernt, niederließ und seine Kunst an die nächsten Generationen der Familie weiter gab.